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Wolf-Dieter Holz  Impressum |

Einfach mal raus!

Gefahren


Es gibt so gut wie keine. So weit die gute Nachricht. Die schlechte: Man gewöhnt sich daran und wird leichtsinnig.…


Die meisten "Unglücke" drohen also bei ganz alltäglichen Dingen: Man fällt ins Wasser beim Anlanden oder vor allem beim Schleusen, man unterschätzt gerade als Anfänger die Entfernungen. Was auf der Karte nach "gleich nebenan" aussieht, ist es in der Praxis meist nicht…


Häufig, also im Sinne von viel mehr als auf anderen Gewässern, ist im Spreewald (insbesondere zu Zeiten der Hochsaison) die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten zu beobachten. Das betrifft die eigenen Fähigkeiten zum Umgang mit dem Sportgerät, aber auch fehlende Ausrüstung, mangelhafte Planung und fehlende Kenntnisse. So entstehen gerade an den touristischen Hauptstrecken teils chaotische Zustände. Profis sollten das bei der Tourplanung berücksichtigen, wer ruhebedürftig ist, sollte andere Touren wählen.


Generell ist Rücksichtnahme angesagt. Jeder hat mal angefangen.

 
Echte Gefahren gibt es im Bereich der Schleusen und bei Gewittern.


Beim Schleusen treten teilweise erhebliche Strömungen auf. Da es sonst keine nenneswerten Strömungen gibt, vergißt man das gern. Übrigens nicht nur Anfänger. Auch ich werfe normalerweise nur eine Festmacherleine ans Ufer, ohne die sonderlich zu festzumachen. Das kann lange Zeit gutgehen, muss aber nicht. Weitere Gefahr droht, wenn Boote beim Schleusen wesentlich zu kurz angebunden werden. In Schleusen wird kein Boot festgemacht, sondern es wird nur geführt! Und natürlich gibt es Chaos, wenn bei Bedienung der Schleusen gravierende Fehler gemacht werden. Bitte beachtet die Seiten zum Schleusen!

 
Richtige Gefahr droht auch bei Gewittern. Sind solche angekündigt, sollte man auf weite Touren ins Innere des Spreewaldes verzichten. Wird man doch von einem Gewitter überrascht, kommt es auf den eigenen Standort an.
Am einfachsten ist es in der Nähe von Ortschaften oder innerhalb des "Tourismusringes". Einfach rechtzeitig das nächste Wirtshaus anfahren, eventuell Beladung sichern, Boot festmachen und das Wirtshaus betreten. Ein Gewitter sieht aus so einem Gastraum sehr gut aus... Auch sonst sollte sich in diesen Bereichen eigentlich immer eine Stelle zum Vertäuen des Bootes und zum Unterstellen finden. Private Grundstücke sollte man nach Möglichkeit meiden.
Trauriger sind die Aussichten, befindet man sich irgendwo nahe des Kernbereiches und weit ab von Bebauung. Oder irgendwo „ganz außen“. Günstig ist es, wenn man es noch bis zur nächsten Schleuse (hier meist kleine Gebäude) oder an eine Stelle schafft, wo man nicht gerade im Wasser steht oder auf diesem ungeschützt stillliegt. Mit allen Mitteln sollte man das aber nicht versuchen. Wenn die Luft schon nach Ozon riecht, gilt nur eines: RAUS!

Während eines Gewitters können (und werden) Sturmböen auftreten, teils verbunden mit heftigem Niederschlag, auch in Form von Hagel. Sollte Zeit sein, muss die Ladung und das Boot ausreichend gesichert werden, vorbei eigenes Leben vor Material geht. Ladungssicherung bedingt, dass entsprechende Ausrüstung mitgeführt wird.